4 Comments

  1. Thomas

    Natürlich werden die Leute im ESOC unruhig, sobald IRGENDETWAS nicht nach Plan läuft. Das muss nicht sofort heißen, dass das Experiment fehlgeschlagen ist. Nur weil Journalisten sofort Gewissheit haben wollen damit die Ticker befüllt werden können, heißt das meiner Meinung nach noch lange nicht dass man bei jeder Störung sofort das Schlimmste verkünden muss.

    Ich stimme zu, dass der Umgang mit Presseanfragen sehr unprofessionell war. Trotzdem finde ich es legitim wenigstens die Telemetriedaten abzuwarten und nicht nur aufgrund der Dopplermessungen eines experimentell zur Bodenstation umfunktionierten Radioteleskops gleich spruchfertige Schlüsse zu ziehen.
    Zweifelhaft finde ich es eher Verschleierungsvorwürfe zu erheben indem man den Tweet mit Kraterbild so interpretiert, dass die Landung zum kompletten Erfolg erklärt werden soll.

    Und es gibt schon lange Ariane-Triebwerke mit gefrästen Kühlkanälen:
    https://youtu.be/tyq6WSvlB-M?t=244
    Was kann man euch da noch glauben? 😛

    Der Startplatz ESRANGE in Schweden wird Englisch ausgesprochen, ist eine ESA Einrichtung.
    Da gibt es immer mal wieder Bestrebungen orbital zu werden. Es würde mich aber wundern wenn Norwegen da mitspielt. Die haben nämlich auch ähnliche Pläne mit Andøya.

    • Frank Wunderlich-Pfeiffer

      Vulcain Triebwerke: Stimmt. Da hatte ich die Konstruktion der Kühlkanäle in der Düse im Kopf … die aber tatsächlich so konstruiert wird, wie ich es gesagt hatte. Siehe z.B. auch Seite 5 hier: http://f-m-v.dk/documents/00324.pdf

      ESRANGE: Danke!

      ESOC: Es geht nicht darum das schlimmste zu verkünden, sondern nur ganz Objektiv was passiert ist. Also: “Das Signal zur Abtrennung des Fallschirms wurde 50 Sekunden eher aufgefangen, als wir erwartet haben.” Da ist noch keine Annahme oder irgendetwas dabei, nur das was tatsächlich passiert ist. Und glaube mir, der Ausdruck der Mitarbeiter war zu dem Zeitpunkt nicht mehr besorgt (das war er bei der Landung von Philae, als die Daten von der Sonde zeigten, dass sie wieder vom Kometen weg sprang). Er war eher geschockt bis am Boden zerstört.

      Was den Tweet angeht, wollte ich nicht ausdrücken, dass man dort etwas verschleiert hat. Man hat nur viel zu viel gute Miene zum bösen Spiel gemacht. (Wohl gemerkt: Das Intro war natürlich bewusst übertrieben und war allem voran an den Dialog im Dead Parrot Sketch von Monty Python angelehnt.)

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